Berlin ist Bundeshauptstadt und Regierungssitz Deutschlands. Als Stadtstaat ist Berlin ein eigenständiges Land und bildet das Zentrum der Metropolregion Berlin/Brandenburg. Berlin ist mit 3,4 Millionen Einwohnern die bevölkerungsreichste und flächengrößte Stadt Deutschlands und nach Einwohnern die zweitgrößte Stadt der Europäischen Union.
Berlin wurde während seiner Geschichte mehrfach Hauptstadt deutscher Staaten wie die des Markgrafentums/Kurfürstentums Brandenburg, des Königreichs Preußen, des Deutschen Reiches oder der DDR (nur der Ostteil der Stadt). Seit der Wiedervereinigung im Jahr 1990 ist Berlin gesamtdeutsche Hauptstadt.
Berlin ist ein bedeutendes Zentrum der Politik, Medien, Kultur und Wissenschaft in Europa.[2] Die Metropole ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt und eine der meistbesuchten Städte des Kontinents. Herausragende Institutionen wie die Universitäten, Forschungseinrichtungen, Theater und Museen genießen internationale Anerkennung. Die Stadt ist Anziehungspunkt für Kunst- und Kulturschaffende aus aller Welt.[3] Berlins historisches Vermächtnis, Nachtleben, und vielfältige Architektur sind über die Grenzen hinaus bekannt.[4]
Der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf ist der vierte Verwaltungsbezirk von Berlin.
Charlottenburg-Wilmersdorf gilt heute als eher bürgerlicher Wohnbezirk. Der Bereich um den Kurfürstendamm nimmt als „City-West“ neben dem Altbezirk Mitte Zentrumsfunktionen für ganz Berlin wahr. Weitere im Bezirk gelegene Institutionen sind unter anderem die Technische Universität Berlin, die Universität der Künste Berlin, die Deutsche Oper Berlin und das Berliner Olympiastadion.
Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg ist der zweite Verwaltungsbezirk von Berlin, der aus der Fusion der bisherigen Bezirke Friedrichshain (ehemals Ostteil der Stadt) und Kreuzberg (ehemals Westteil der Stadt) entstanden ist.
Strukturell unterscheiden sich beide Ortsteile insbesondere hinsichtlich ihrer Bevölkerungszusammensetzung. Während beispielsweise der Anteil der nicht-deutschen Bevölkerung in Kreuzberg bei 32,8 % der Bevölkerung liegt (Statistisches Landesamt, 2002), liegt er in Friedrichshain bei 8,7 %. Auch die Alterszusammensetzung der Bevölkerung unterscheidet sich deutlich. In Kreuzberg ist der Anteil der 35- bis 60-Jährigen höher, der Anteil der Jüngeren ist dementsprechend niedriger als in Friedrichshain.
Die Fertilitätsrate lag 2006 bei 1,24 – was leicht über dem Berliner Durchschnitt von 1,22, aber unter dem Schnitt in Deutschland liegt.
Der Bezirk Lichtenberg ist der 11. Verwaltungsbezirk von Berlin. Er entstand 2001 durch die Fusion der bis dahin eigenständigen Bezirke Lichtenberg und Hohenschönhausen.
Hohenschönhausen und Lichtenberg gehörten zu Zeiten der DDR als Stadtbezirke zu Ost-Berlin. Alle Ortsteile des heutigen Bezirks gehörten seit der Gründung von Groß-Berlin 1920 zum Berliner Stadtgebiet, darunter der namensgebende Ortsteil Lichtenberg.
Der Bezirk besteht aus zehn Ortsteilen. Die heutigen Ortsteile Lichtenberg, Friedrichsfelde, Karlshorst, Rummelsburg und Fennpfuhl gehörten bis zur Bezirksfusion 2001 zum eigenständigen Stadtbezirk Lichtenberg. Die heutigen Ortsteile Alt-Hohenschönhausen, Neu-Hohenschönhausen, Wartenberg, Falkenberg und Malchow bildeten von 1985 bis 2001 den eigenständigen Berliner Bezirk Hohenschönhausen.
Der Bezirk Marzahn-Hellersdorf ist der zehnte Verwaltungsbezirk von Berlin. Er entstand 2001 durch die Fusion der Bezirke Marzahn und Hellersdorf.
Der Bezirk liegt im Nordosten Berlins und grenzt an die Bezirke Lichtenberg und Köpenick sowie im Norden und Osten an das Land Brandenburg.
Der Bezirk Mitte ist der zentrale Bezirk der Bundeshauptstadt Berlin.
Am 1. Januar 2001 fusionierten die drei ehemaligen Bezirke Mitte, Tiergarten und Wedding zum „neuen“ Bezirk Mitte von Berlin. Im allgemeinen Sprachgebrauch bezeichnet „Mitte“ weiterhin den heutigen Ortsteil Berlin-Mitte, nicht den neuen Fusionsbezirk.
In Mitte befinden sich fast alle in Berlin gelegenen Institutionen von Bundestag, Bundesrat und Bundesregierung, sowie die meisten Botschaften.
Der Bezirk Neukölln ist der achte Verwaltungsbezirk von Berlin, benannt nach dem Ortsteil Neukölln, der den nördlichen Teil des Bezirks ausmacht.
Neukölln liegt im südlichen Bereich der Bundeshauptstadt zwischen den Bezirken Tempelhof-Schöneberg im Westen und Treptow-Köpenick im Osten sowie Friedrichshain-Kreuzberg im Norden. Im Süden grenzt Neukölln an das Bundesland Brandenburg.
Der Bezirk Pankow [ˈpaŋkoː] ist der dritte und bevölkerungsreichste Verwaltungsbezirk von Berlin. Bis zur Verwaltungsreform im Jahr 2001 gab es einen kleineren Bezirk Pankow.
Der Bezirk Pankow wurde durch das Groß-Berlin-Gesetz im Jahr 1920 geschaffen. Die bis dahin zum Kreis Niederbarnim gehörende Stadt Pankow wurde als Verwaltungsbezirk mit den umliegenden Gemeinden Blankenburg, Blankenfelde, Buch, Buchholz, Heinersdorf, Karow, Niederschönhausen und Rosenthal verbunden. Pankow wurde wegen der Größe als Namensgeber verwendet. Auch durchfließt der Fluss Panke den Bezirk, was einen Bezug vorgab. Das Rathaus der Stadt wurde auch Sitz des Bürgermeisters und der Bezirksversammlung.
Der Bezirk Reinickendorf ist seit 2001 der zwölfte Verwaltungsbezirk von Berlin. Er ist benannt nach dem gleichnamigen Ortsteil Alt-Reinickendorf.
In der Zeit nach 1945 gehörte in der „Vier-Mächte-Stadt“ Berlin der Bezirk Reinickendorf zum französischen Sektor von Berlin und damit bis zur Wiedervereinigung zu West-Berlin.
Der Bezirk Reinickendorf befindet sich am nordwestlichen Rand Berlins. Die Nachbarbezirke sind im Südwesten Spandau, im Süden Charlottenburg-Wilmersdorf, im Südosten Mitte und im Osten Pankow. Der gesamte Norden grenzt an den brandenburgischen Landkreis Oberhavel.
Spandau ist der fünfte Verwaltungsbezirk von Berlin. Er wurde 1920 aus dem ehemaligen Stadtkreis Spandau und mehreren umliegenden Gemeinden und Gutsbezirken gebildet.
In der „Vier-Sektoren-Stadt“ Berlin von 1945 bis 1990 gehörte der Bezirk Spandau zum Britischen Sektor.
Der Bezirk Spandau ging aus der Besiedlung Spandaus hervor. Siehe Details zu dessen Geschichte unter Berlin-Spandau.
Geografische Situation im Brandenburger Raum um 1150Die Besiedlung des Gebietes lässt sich bis ins 6. Jahrhundert zurückverfolgen, als das Havelland von den Sprewanen und Hevellern (slawischen Stämme) besiedelt wurde. Albrecht der Bär soll hier eine Burg errichtet haben, aus der die namensgebende Burganlage Spandow entstand, die im Jahr 1197 zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde. Um diese Burg entwickelte sich die Stadt Spandow, die zum Zentrum des Gebietes wurde.
Der Bezirk Steglitz-Zehlendorf ist der sechste Verwaltungsbezirk von Berlin und besteht aus den Ortsteilen Dahlem, Lankwitz, Lichterfelde, Nikolassee, Steglitz, Wannsee und Zehlendorf.
Steglitz-Zehlendorf ist der Berliner Bezirk mit der gehobensten Sozialstruktur. Er umfasst eine Reihe von Villensiedlungen und ist gekennzeichnet durch ein relativ hohes Durchschnittseinkommen der Bewohner sowie eine vergleichsweise niedrige Arbeitslosenquote. Dahlem, die Seen- und Waldlagen von Zehlendorf und die Villenkolonie Lichterfelde-West gehören mit zu den beliebtesten Wohnlagen außerhalb der Berliner Innenstadt. Auch das Durchschnittsalter der Bevölkerung ist im Berliner Vergleich überdurchschnittlich hoch.
Der Bezirk entstand 2001 im Zuge der Neuordnung der zuletzt 1920 festgelegten Verwaltungsbezirke Berlins durch Fusion der früheren Verwaltungsbezirke Steglitz und Zehlendorf.
Der Bezirk Steglitz-Zehlendorf umfasst sowohl ausgedehnte Erholungsgebiete wie auch unterschiedliche Wohn- und Gewerbelagen. Im Westen finden sich unter anderem Erholungsgebiete wie der Wannsee, der südliche Grunewald mit seinen Seen Schlachtensee und Krumme Lanke, die besonders im Sommer von vielen Berlinern besucht werden. Der Ortsteil Dahlem ist Sitz zahlreicher wissenschaftlicher Einrichtungen und der Freien Universität. Das Ortsgebiet Zehlendorf hat unterschiedliche Wohnlagen, im Zentrum ein kleines Einzelhandelsgebiet. Das südlich von Dahlem gelegene Lichterfelde ist geprägt von den gründerzeitlichen Villenkolonien Lichterfelde-West und -Ost, mit ihren kleineren Einzelhandelszentren, im südlichen Teil finden sich teilweise Wohngebiete aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg (Lichterfelde-Süd).
Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg ist der siebte Verwaltungsbezirk von Berlin. Der Bezirk ist 2001 im Rahmen der Verwaltungsreform durch Fusion der bisherigen Bezirke Tempelhof und Schöneberg entstanden. Verwaltungszentrale ist das Rathaus Schöneberg.
Der Bezirk erstreckt sich von der südlichen Innenstadt Berlins weiter zur Südgrenze des Landes.
Der Bezirk Treptow-Köpenick ist der neunte und mit 18,9 % der Stadtfläche der flächenmäßig größte Verwaltungsbezirk von Berlin.
Der Bezirk liegt im Südosten von Berlin. Etwa drei Viertel des Areals bestehen aus Wasser wie dem Müggelsee, Wald und Parks. Der Bezirk Treptow-Köpenick weist mit 36,5 % die größte Wasserfläche und mit 42,8 % die größte Waldfläche Berlins auf.